Die Erziehung

 

Ein Welpe lernt schon von seiner ersten Lebensminute an. Die Nase wird sofort eingesetzt, um die mütterliche Zitze zu erreichen. Später lernt er durch seine Mutter und seine Geschwister, wie er sich im Rudel zu benehmen hat. Im Alter von ca. 8-9 Wochen übernimmt in einem intakten Rudel der Vaterrüde die Haupterziehung. Geduldig aber konsequent bereitet er die Welpen auf das Leben vor.

 

Fröhlich und selbstbewusst

 

 

Heute ist es in der Regel so, dass beim Züchter nur die Mutter da ist. Wenn dann der Welpe im Alter von 8-12 Wochen zu dir kommt, hast du die Aufgabe des Vaterrüden zu übernehmen. Jetzt stellst du die Weichen für euer zukünftiges Zusammenleben.

Dies ist auch der Moment, in dem du dir darüber klar sein musst, was du von deinem Welpen erwartest. Soll er ein Alltagsbegleiter werden, oder hast du die Vorstellung, dass er bestimmte Aufgaben übernehmen soll? 

"Er ist ja noch so klein und süß, den muss man doch einfach nur lieb haben..." So und ähnlich reden sich die meisten heraus, wenn sie diese erste wichtige Phase im Leben ihres Welpen verpasst haben. Sicher sind Welpen einfach nur süß, aber sie sind wie kleine Kinder, sie müssen jetzt lernen. Später wird es immer schwieriger, die Versäumnisse zu korrigieren.

 

 

Der kleine Nando zeigt Merlin seinen Respekt

 

In den ersten Monaten wird ein gesundes Sozialverhalten trainiert. Dazu braucht der Welpe Kontakt zu anderen Hunden. Ganz wichtig ist das Spiel mit gleichaltrigen Welpen, nur so lernt er seine Kräfte kenen und wie man miteinander umgeht,  er entwickelt Selbstbewusstsein. Ältere Hunde übenehmen oft die Rolle des Vaters und der Mutter. Sie bringen dem Kleinen vor allem Respekt bei.

 

Du hast dich bewußt für eine bestimmte Rasse entschieden, also weißt du auch, für welche Aufgaben diese Rasse speziell gezüchtet wurde. Das ist wichtig für die weiteren Erziehungsschritte und evtl. seine Ausbildung. Hast du dir einen Welpen aus einer Jagdhunderasse ausgesucht, wirst du enttäuscht sein, wenn er deine Schafe nicht hüten kann. Umgekehrt ist es ähnlich. Aus einem Schoßhund kannst du auch keinen fähigen Jagdhund machen.

 

Jeder ist ein Genie. Aber wenn Du einen Fisch danach bewertest, ob er auf einen Baum klettern kann, dann lebt er sein ganzes Leben in dem Glauben, er wäre dumm.
Albert Einstein

 

Achte genau auf die angelegten Fähigkeiten der Rasse und erziehe deinen Hund nach seinen Fähigkeiten. Falls du unsicher bist, wende dich an eine geeignete Hundeschule.