Tierkommunikation          

      

"Wenn er doch nur sprechen könnte!"

"Was würde ich darum geben, seine Gedanken zu kennen!"

Tierkommunikation ist eine Möglichkeit, mehr über deinen Hund zu erfahren. Es kann sein, dass du vollkommen überrascht bist, was dein Hund zu berichten hat. Er beschreibt die Dinge oder Ereignisse eben aus seiner Sicht, was dir dann durchaus manchmal etwas merkwürdig vorkommen kann. Auf jeden Fall ist es richtig spannend. Die Geschichten etwas weiter unten beschreiben das sehr gut.

Vielleicht hast du ja auch manches von dem was du auf diesem Wege über deinen Hund erfährst schon geahnt, wolltest es aber nicht wahrhaben oder hast es einfach nur verdrängt; anderes ist dir völlig neu.

Jetzt fragst du dich sicher wie es funktionieren kann. Eigentlich ist das ganz einfach, man braucht genau wie beim Telefonieren einen Sender und einen Empfänger. Wenn du z.B. in Hamburg wohnst und möchtest eine Freundin in Stuttgart anrufen, wählst du ihre Nummer und in Stuttgart klingelt das Telefon. Ist deine Freundin anwesend und hat Zeit, geht sie ran, anderenfalls ignoriert sie den Anruf. Genau so funktioniert das mit der Tierkommunikation. Zuerst stelle ich mich auf den Empfänger ein (es klingelt), wenn er bereit ist (nicht beschäftigt) bekomme ich eine Verbindung und kann mit ihm sprechen. Das erfordert natürlich ein wenig Übung, grundsätzlich kann es aber jeder erlernen.

 

 

Einige Beispiele:

 

Panda, eine Schäferhündin, hatte plötzlich fürchterliche Panik, wenn sie ins Auto einsteigen sollte, obwohl sie sonst eigentlich gerne mitgefahren ist. Das wurde zunehmend zu einem Problem, weil Panda ja auch bei allen Aktivitäten ihrer Familie dabei sein sollte. Als erstes habe ich probiert, ob sie in meinen Wagen einsteigen würde. Das klappte völlig problemlos. Also musste es etwas mit dem Familienauto zu tun haben.

Daraufhin nahm ich Kontakt zu ihr auf. Überraschenderweise war sie zunächst recht zugeknöpft und wollte sich nicht mit mir unterhalten. Doch als dann das Eis gebrochen war, zeigte sie mir ein Bild von sich, wie sie im Auto lag mit einer Decke, die sie über den Kopf gezogen und zusätzlich noch mit der Pfote fixiert hatte. Ihre Panik war so groß, dass sie sich nicht traute, unter der Decke hervorzuschauen. Sie tat mir richtig leid.

Die Lösung war in diesem Fall ein neues Auto. Gott sei Dank war es ein Firmenwagen, der kurze Zeit später eh ausgetauscht wurde.

 

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Das totale Gegenteil war ein kleiner Jack Russel, er war nämlich das reinste Plappermäulchen. Ganz aufgeregt erzählte er mir viele Details aus seinem Leben, was er nicht mochte, was er gern haben wollte, welche Spiele er gern machen würde, und wie er sich seine Umwelt vorstellte. Z.B. hat er mir verraten, dass er die langen Spaziergänge mit Frauchen recht langweilig fand, wenn allerdings seine Freundin dabei ist, seien sie sehr schön. Er wollte einfach mehr action.

Auf meinen Vorschlag, an einer Agility-Gruppe teilzunehmen, reagierte er richtig heftig und lehnte ab. Später erfuhr ich, dass er schon Agility gemacht hatte, aber nach sehr schlechten Erfahrungen mit einem anderen Hund wollte er dort nicht mehr hin. Ich hatte viel Spaß mit ihm, und seine Familie war sehr überrascht, was er sonst noch alles zu berichten hatte. So erfuhren wir auch die Ursache für seine Gewitter- und Silvesterangst. Eine gezielte Behandlung brachte dann schnellen Erfolg.

 

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In einem anderen Fall wurde ich von einer früheren Bekannten angerufen, die mir völlig aufgelöst berichtete, dass ihre über alles geliebte Hündin gerade ganz plötzlich verstorben war. Sie bat mich, mit ihr Kontakt aufzunehmen, weil sie hoffte, eine Botschaft von ihr zu erhalten.

Als ich den Kontakt aufbaute, kam tatsächlich eine ganz konkrete Botschaft bei mir an. Sie war so umfangreich, dass ich sie aufschreiben musste. Als ich sie mit ihrem Namen ansprach, bat sie mich ganz energisch darum, sie Püppi zu nennen. Das verwirrte mich, da ich sie nicht unter diesem Namen kannte, und ich fürchtete schon, nicht mit dem richtigen Hund zu sprechen.

Ich berichtete meiner Bekannten von dem Gespräch, und als ich den Namen Püppi erwähnte, weinte sie plötzlich und erzählte, dass sie ihren Hund immer ganz zärtlich Püppi genannt hat. Alles hatte also seine Richtigkeit. Die Botschaft ihrer Püppi hat sie tief bewegt und auch ein Stück weit getröstet.

 

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Eine Freundin berichtete mir über ihren Collie, der eine schwere Krankheit bekam. Sie selbst machte gerade eine ganz schwierige Zeit durch und hätte eigentlich infolge dessen genau diese Beschwerden haben müssen. Sie blieb aber verschont, weil ihr Hund ihr diese Krankheit abgenommen hat. Sie selber war darüber tief betroffen und hat ihr Leben wieder neu ausgerichtet, denn das wollte sie wirklich nicht.

 

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Darüber mag der ein oder andere lächeln, aber es ist eine bekannte Tatsache, dass Hunde ihren Menschen, mit denen sie in innigem Kontakt stehen, eine Krankheit abnehmen. Das kommt öfter vor als man denkt.

 

 

 

Es erstaunt mich immer wieder, wie präzise und ehrlich Hunde bestimmte Situationen beschreiben und ihr Verhältnis zu ihrer Umwelt schildern.

Misssverständnisse können so schnell erkannt werden, und ich freue mich sehr, dass ich den Hunden helfen kann, ihre schlechten Erfahrungen  loszulassen und sich auf das Positive in ihrem jetzigen Leben voll und ganz einzustellen. So schaffen wir eine perfekte Grundlage für eine wunderbare Mensch-Hund-Beziehung. Auch bislang erfolglos gebliebene Erziehungsversuche gehören nun der Vergangenheit an; natürlich vorausgesetzt, der Mensch ist bereit, sich auf die neue Situation einzustellen.

 

Willst du dieses Thema vertiefen, findest du Literaturhinweise auf meiner Bücherliste.