Brandy                                     

 

Mein Border Collie „Brandy“ litt die letzten 5 Jahre seines Lebens an der lebensgefährlichen AIHA, der „autoimmunbedingten hämolytischen Anämie“, die eine gar nicht so seltene „Nebenwirkung“ des jährlichen Impfens ist. Im Alter von 9 Jahren traf es meinen bis dahin so gesunden und fitten Hund, und hätte ich nicht eine Tierklinik gefunden, die ziemlich schnell die richtige Diagnose stellte, wäre der Hund innerhalb weniger Tage jämmerlich gestorben. So konnte er aber mit Medikamenten eingestellt werden und es schien so, als wäre er nicht mehr in akuter Lebensgefahr.

Allerdings hatte er seinen Lebensmut verloren und litt mit mir darunter, dass sich mein Mann von mir getrennt hatte, und ich mit meinen beiden Hunden umziehen und ganz woanders ein neues Leben anfangen musste. Ich war verzweifelt, hatte seine Behandlung mich doch an den Rand des finanziellen Ruins getrieben, ohne ihn wirklich zu retten!

Da bot mir Gabi Wienker ihre Hilfe an: Nachdem ich ihr ein Foto von Brandy geschickt und unsere Geschichte am Telefon erzählt hatte, nahm sie mit Brandy Verbindung auf zu einer Zeit, als er ruhig zuhause lag. Sie bat meinen Hund, mich doch jetzt nicht im Stich zu lassen, wo gerade meine Ehe zerbrochen war. Und tatsächlich: Er erholte sich zusehends, wurde fast wieder der „Alte“ und war mir die nächsten vier Jahre ein fröhlicher und treuer Begleiter.

Doch dann setzten dem Ärmsten die Nebenwirkungen der Medikamente immer mehr zu: Sein Immunsystem wurde ja künstlich ausgehebelt, so dass er alle möglichen Infekte bekam und Demodex-Milben, die ihm großflächige Entzündungen bescherten. Antibiotika über Monate und Schmerzmittel hatten irgendwann einfach keine Wirkung mehr, der Hund litt wirklich sehr und wollte doch nicht aufgeben.

Ich wusste einfach nicht, wann der richtige Zeitpunkt gekommen war, um ihn zu erlösen. Da erinnerte ich mich daran, dass er womöglich nur meinetwegen noch durchhalten wollte, und nahm meinerseits mit ihm gedanklich Verbindung auf. Ich sagte ihm, dass es mir jetzt gut ginge und er getrost gehen könne. Ich dankte ihm für seine Liebe und Treue und bat ihn loszulassen.

Man konnte richtig sehen, wie er sich entspannte, seinen letzten Tag in vollen Zügen genoss und von selber einschlief, bevor die Tierärztin kam, die nur noch dafür sorgte, dass er nicht mehr aufwachen musste.

Mein Dank gilt Gabi Wienker, ohne deren Hilfe Brandy den Kampf gegen diese scheußliche Krankheit nie so lange hätte erfolgreich führen können! Sie hat mir bewiesen, dass man mit Tieren wirklich kommunizieren kann.

 

C. G.